Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Koblenz

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Inhalt: 2. Schleuse Fankel

 

Die Staustufe Fankel befindet sich 60 km entfernt von der Mündung der Mosel in den Rhein. Sie ist von dort aus gesehen die vierte der insgesamt 12 Staustufen.

Der Neubau der zweiten Schleuse Fankel umfaßt insgesamt den oberen und unteren Vorhafen, das Einlaufbauwerk incl. Oberhaupt, die Kammer, das Auslaufbauwerk incl. Unterhaupt, den Abbruch des vorhandenen und Neubau eines moderneren Betriebsgebäudes sowie die Modernisierung der Schiffsliegestelle Ellenz.

Bereits in den 50er Jahren wurde die Lage der zweiten Schleuse Fankel auf der Landseite in unmittelbarer Nähe zur ersten Schleuse festgelegt. Die Blockenden der Unterhäupter befinden sich auf gleicher Höhe der Längsachse. Bei einer nutzbaren Länge von 210 m beträgt die nutzbare Breite der zweiten Kammer 12,50 m. Es ist eine Wasserspiegeldifferenz von 7 m zu überwinden.

Von 2002 bis 2004 wurde zur Schaffung des Baurechts das Planfeststellungsverfahren nach dem Wasserstraßengesetz durchgeführt. Neben der eigentlichen Baumaßnahme werden für die erforderlichen Eingriffe in den Naturhaushalt umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umgesetzt. Wegen der besonderen Nähe zu den Ortschaften Fankel und Ellenz bestehen hohe Auflagen hinsichtlich der erlaubten Emissionen.

Luftbild der Schleuse mit eingezeichneter zweiter Kammer
Bild: Luftbild mit schematischer Darstellung der 2. Kammer Fankel

Am 30. Dezember 2005 hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz den Auftrag für die Tiefbauarbeiten zum Bau der 2. Schleuse Fankel an der Mosel erteilt. Auftragnehmerin ist eine Bietergemeinschaft bestehend aus der Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG in Bad Bentheim und der Heinz Schnorpfeil Bau GmbH in Treis-Karden. Die Auftragssumme beträgt ca. 33 Mio. €. Mit dem Baubeginn ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2009 abgeschlossen sein. Presseinformation (11kB)

Zweite Schleuse Fankel - wesentliche Baumassen

380.000 m³ Erdarbeiten, davon
80.000 m³ Fels
60.000 m³ Beton
5.000 t Stahl / Baustahl
5.000 m² Spundwand

Zweite Schleuse Fankel - Aktuelles

Anfang November 2005 wurde mit den ersten Arbeiten für den Bau der zweiten Schleusenkammer an der Staustufe Fankel begonnen. Es handelt sich dabei um den Einbau von rund 140 m Spundwand im äußeren südlichen Bereich des Schleusengeländes (Ortsausgang Beilstein).

Die Spundwand soll im Sommer 2006 verankert werden und dann während der gesamten Schleusenbauzeit als Umschlagstelle, insbesondere für Aushubboden, dienen. Später ist sie dann Teil des sogenannten Oberen Vorhafens.

Der Einbau der Spundwand in den Spätherbst 2005 ist erforderlich, damit die Umschlagstelle gleich zu Beginn der Arbeiten an der Schleusenbaugrube zum November 2005 zur Verfügung steht. Ausschlaggebend für das Vorziehen ist, dass solche lärmintensiven Arbeiten nicht in den Sommermonaten erfolgen sollen.

Entsprechende Auflagen hinsichtlich Lärm und Erschütterungen enthält auch der Bauvertrag mit der ausführenden Firma. Lärm- und erschütterungsarme Geräte sind ebenso vorgeschrieben wie Arbeitszeiten ausschließlich zwischen Montag und Freitag von maximal 07:00 bis 20:00 Uhr.

Weil im gesamten Bauabschnitt zunächst der Fels durch ein Bohrgerät herausgeholt und gegen Kies ausgetauscht wird, kann auf den Einsatz von Schlagrammen verzichtet werden - ein wichtiger Betrag zur Lärm- und Erschütterungsminderung.

Die Baustelle liegt über 200 m vom Ortsrand Fankel entfernt, so dass laut Gutachteraussagen insbesondere bei der gewählten Bauweise Schäden für Personen und Gebäude absolut ausgeschlossen sind. Um aber für die dichter am Ort liegende Schleusenbaustelle weitere Erfahrungen in Bezug auf Geologie (Schwingungsübertragung) und Schallausbreitung zu erhalten, werden baubegleitend dennoch entsprechende Messungen durchgeführt und ausgewertet.

Foto der Baustelleneinrichtung
Bild: Beginn der Baustelleneinrichtung am 28.10.2004

Im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin im BMVBS Karin Roth und des rheinland-pfälzischen Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Hans-Artur Bauckhage wurde am 23. März 2006 der 1. Rammschlag zum Bau der 2. Schleuse Fankel begangen. Presseinformation (310 kB)